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Und noch ein wichtiger Hinweis:

Wer sich nicht die viele Zeit und Muße nimmt: Das Teßmann CHIRI Portal (Anmeldung mit Teßmann Ausweis) hat das Angebot erweitert. Unter Munzinger online kann man täglich kostenlos unter der Rubrik Presse auch die neueste Ausgabe (natürlich auch alle früheren) der WELT, der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG, der FAZ und des Spiegels lesen.

 

Alexander Nitz regt zum Nachdenken an

Hat es auch mit mir zu tun, wenn Millionen von Menschen vor Klimakatastrophen, Krieg und Armut flüchten? Dieser und anderen Fragen geht der Südtiroler Alexander Nitz in seinem neu erschienenen Buch „Weg, nur weg!“ nach. In insgesamt drei Lesungen stellte der Autor sein Buch den 2. Klassen unserer Schule im Februar vor.

 „Als die Fische nach Eldorado flogen“

Warum wandern Menschen aus Senegal ab und worin besteht der Zusammenhang zu den Fischstäbchen auf meinem Teller und zu meinen alten Jeanshosen?

Bei den Treffen in der Bibliothek im Haupt- und Außensitz las der Autor eine der insgesamt 15 Geschichten rund um die Hintergründe der Migration vor. Dabei wurde klar, dass unsere Konsumgewohnheiten die Migrationsströme stark beeinflussen.

Die von Alexander Nitz geschriebenen Geschichten gehen von den Erfahrungen der Gäste im Haus der Solidarität in Brixen aus. Nitz ist Gründungsmitglied des Hauses der Solidarität und unterstützt dieses mit dem Verkauf des Buches.

Armut in Südtirol

In seiner Lesung ging der Autor u.a. auch der Frage nach, welche Gruppen in Südtirol armutsgefährdet sind: Obdachlose, psychisch Kranke, Flüchtlinge und Haftentlassene – Menschen, die im Haus der Solidarität eine Unterkunft finden.

Die Lesung wurde von einer Diskussionsrunde umrahmt, in welcher der Autor gemeinsam mit den SchülerInnen alternative Konsummöglichkeiten erarbeitete. Organisiert wurde die Lesung von den Geografie-LehrerInnen.

 

Fesselnde Holocaust-Forschung


Gleich sechs Maturaklassen der WFO Heinrich Kunter erhielten am 4. Februar 2020 die Gelegenheit, bei einem Treffen mit dem erfolgreichen Hebraisten Matteo Corradini dabei zu sein. Der 44-jährige Autor aus Piacenza fesselte die Schülerinnen und Schüler mit seinen Ausführungen zur Holocaust-Forschung. Von 7.50 Uhr bis 13.05 Uhr konnten drei Gruppen (zunächst die Klassen 5 A-WM und 5 B-WI, dann 5 A-WS und 5 A-SP und schließlich 5 A-WI und 5 B-WS) in der Bibliothek des Hauptsitzes den spannenden und kurzweiligen Erzählungen des Autors - mit Ausschweifungen in die Welt des Fußballs - folgen. Im Bild Matteo Corradini beim Erinnerungsfoto mit den Schülerinnen und Schülern der 5 B-WS.

Bericht der Klasse 5 A-WS

Er verstand wie man die Aufmerksamkeit der Schüler und Schülerinnen für sich gewinnt. Matteo Corradini ist ein italienischer Schriftsteller und Hebraist, der am 4. Februar 2020 unsere WFO-Bibliothek im Hauptsitz besuchte und mit seinem Vortrag alle 6 Abschlussklassen fesselte. Er gestaltete seinen Vortrag gänzlich anders als die meisten Autoren. Anstatt aus seinem Buch „Solo una parola“ zu lesen, erzählte er Geschichten aus seinem realen Leben und Beruf. Seine Bücher werden vom Verlag Rizzoli veröffentlicht und auch ins Deutsche übersetzt.

Seit Jahren beschäftigt sich Matteo Corradini mit der Geschichte der Juden. Er sucht nach Antworten. Aber, wie er uns aber berichtet, verliert man leider oft die Spur und steht vor dem Nichts. Dies jedoch macht auch seinen Beruf aus.

In den letzten Jahren beschäftigte er sich vor allem mit dem Ghetto Theresienstadt und mit dem Lager Bergen-Belsen, die er beide auch öfters besucht. Er versucht den Schülern und Schülerinnen die schreckliche Realität der Lager näher zu bringen, was ihm auch sehr gut gelingt. Zudem verbindet er diese Realität mit anderen Geschichten aus seinem Leben, z.B. was geschah, als er im Fußballstadion von Turin vor Tausenden von Zuschauern einen Vers aus Anne Franks Buch vorlies.

Für den italienweit bekannten Autor ist es nicht so wichtig, die schrecklichen Dinge der Lager zu sehen, man sollte vor allem wissen was passiert ist. Bergen-Belsen besteht heute nur noch aus Wald und Wiese und ohne weiteres Wissen fände man die Gegend schön und beruhigend, aber unter der Landschaft liegen tausende Menschen begraben - unter ihnen auch Anne Frank.

Zum Schluss zeigte uns der Autor  noch eine Postkarte, die er vor Jahren auf einem Flohmarkt gekauft hat. Eine jüdische Frau, die nach dem Krieg nach Persien (heute Iran) geflüchtet ist, schrieb die Karte an ihren Mann/Freund, der sich in Haifa Palästina (heutiges Israel) befand. Die Postkarte ist auf Hebräisch verfasst und beinhaltet nur drei Sätze: „Ich lebe. Ich komme zurück. Ich liebe dich.“ Die Frau küsste dazu noch mit ihrem rosa Lippenstift die Briefmarke, sozusagen ein Kuss als Verabschiedung. Und so verabschiedete sich auch Corradini von uns mit einem „bacio“.

Bergen-Belsen

Bis 1943 nutzt die Wehrmacht das Lager in Bergen-Belsen in der Nähe von Hannover ausschließlich zur Unterbringung von Kriegsgefangenen. Ab April 1943 wurden  dort jüdische Häftlinge als Geiseln gehalten, um sie später gegen im Ausland gefangene Deutsche auszutauschen.

Ab 1944 trafen in Bergen-Belsen immer mehr Transporte aus anderen Konzentrationslagern ein - bis Mitte April 1945 waren es 85.000 neue Häftlinge. Das Lager war hoffnungslos überfüllt, die hygienischen Umstände waren katastrophal, eine gefährliche Infektionskrankheit brach aus. Bis zur Befreiung starben in Bergen-Belsen 58.000 Menschen großteils an Typhus - unter ihnen auch Anne Frank und ihre Schwester Margot.

Am 15. April 1945 wurde Bergen-Belsen von der britischen Armee befreit. Weitere 14.000 ehemalige Häftlinge starben innerhalb der ersten sechs Wochen nach der Befreiung an den Folgen der Entbehrungen der Gefangenschaft. Ein britischer Sanitätsoffizier, der an der Befreiung beteiligt war, beschreibt Bergen-Belsen als "den entsetzlichsten Ort", den er je gesehen habe. Heute ist Bergen-Belsen eine Gedenkstätte.

Petra Gross

 

Bericht der Klasse 5 A-WM

Am 4. Februar hatten wir, die Schüler der Klassen 5 A-WM und 5 B-WI, die Möglichkeit, an einem Vortrag des italienischen Schriftstellers und Hebraisten Matteo Corradini teilzunehmen. Der Kurator der jüngsten italienischen Ausgabe des Tagebuchs von Anne Frank stellte vor allem das Leben von Mädchen während des Holocausts in den Mittelpunkt. Dabei gewährte er einen Einblick in seine Arbeit und vermittelte sehr anschaulich anhand von Einzelschicksalen, was diese während des Naziregimes mitgemacht haben.

Besonders beeindruckt hat uns die Geschichte einer damals jungen Frau, deren Ausweis eines Musikkonservatoriums Corradini zufällig auf einem Flohmarkt entdeckt habe. Seine Nachforschungen haben ergeben, dass es der Frau gelungen ist, unterzutauchen und zu überleben. Nach dem Krieg lebte sie - wie viele ihrer Leidensgenossinnen und -genossen in Palästina, bzw. Israel, wo sie erst ein Jahr vor Beginn der Recherchen Corradinis gestorben sei.

Mit einer anderen Holocaustüberlebenden, Inge Auerbacher, verbinde ihn eine enge Freundschaft, sagte der Autor. Interessant fanden wir auch die Tatsache, dass Corradini einen Ausschnitt des Tagebuchs von Anne Frank vor 40.000 Zuschauern im Fußballstadion in Turin zu Beginn eines Spiels von Juventus Turin gegen Spal gelesen hat.

Matteo Corradini forscht vor allem in den Niederlanden und in Theresienstadt und beschäftigt sich mit der Didaktik der Schoah.

Noushin Islam und Carolin Reiterer

 

 

 

WFO-Bibliothekarin verabschiedet

Der Direktor, das Verwaltungspersonal, Lehrerinnen und Lehrer und auch die ehemalige Bibliotheksleiterin hatten sich kurz vor den Semesterferien im Hauptsitz der WFO eingefunden, um Kristina Volgger, die verdiente WFO-Bibliothekarin, mit einem Umtrunk zu verabschieden. Die Meranerin verlässt die WFO in Richtung ihres Wohnortes. Im Bild von links Ralf Stefan Troger, Kristina Volgger, Sandra Campisi, Eva Gratl, Susi Moroder und Heidi Widmann.

Kristina Volgger hat mit 3. Februar ihre neue Stelle am Sozialwissenschaftlichen, Klassischen, Sprachen- und Kunstgymnasium in Meran angetreten. Seit 2015 war sie mit Unterbrechungen an der WFO-Bibliothek tätig.

Für seine Dankesrede wählte der Direktor den Spruch von John Ruskin: „Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden“. Er unterstrich die besondere Liebe von Kristina zur Literatur, die sie auch vielen der Schule weitergegeben hat, ihre Neugierde, ihr offenes Ohr für alle Belange der Schüler und Schülerinnen und der Bibliothek.

"Die Arbeit an der WFO hat mir sehr gut gefallen", sagte Kristina Volgger. "Ich gehe schweren Herzens, aber die Gelegenheit, eine Stelle in der Nähe meines Wohnorts anzunehmen, konnte ich mir nicht entgehen lassen."

Die Schulgemeinschaft der WFO Heinrich Kunter wird Kristina sehr vermissen.

 


 

Expertenvortrag zum Thema "Sustainable mobility" am 28.01 und 04.02.2020 mit Daniel Campisi

„Sustainable Mobility“: Alles rund um das Thema „Nachhaltige Mobilität“ wurde kürzlich den dritten und vierten Klassen der WFO Heinrich Kunter in der Aula des Außensitzes nähergebracht. Den Vortrag hielt Daniel Campisi, der Bruder von WFO-Lehrerin Sandra Campisi, in englischer Sprache.  Herr Campisi ist Gründungsmitglied der Gesellschaft LETSMOVE, welche für den Vertrieb von Elektromobilität und für die Sensibilisierung einer umweltfreundlichen Mobilität im Alpenraum zuständig ist.

 

Daniel Campisi konnte bei den Schülerinnen und Schülern großes Interesse wecken und sie mit seinem breitgefächerten Wissen zu diesem höchstaktuellen Thema überzeugen.

Der Mobilitätsexperte berichtete von den aktuellsten nachhaltigen E-Transportmitteln und wie diese in Zukunft auf dem Markt stets präsenter werden.

Die Dritt- und Viertklässler wurden über die schädlichen Emissionen und die Ursachen der Umweltverschmutzung informiert. Fossile Brennstoffe sollen künftig durch erneuerbare Energie zum Schutz unserer Umwelt und unseres Klimas ersetzt werden.

Abschließend konnte Campisi durch seine Fragen zum Thema „E-Mobility“ die Schülerinnen und Schüler zur Reflexion und zum weiteren Nachdenken anregen.

Lena Vigl (4 B-WS)

 

 

 

Bücheradventskalender in der Bibliothek

Jeden Tag wird in der Schulbibliothek im Hauptsitz ein "Türchen" des Bücheradventskalenders geöffnet und ein Neuankauf präsentiert. Es ist von Jugendbüchern über Sachbücher für jeden Geschmack etwas dabei.

Diejenigen, die noch eine spannende, unterhaltsame, informative oder erholsame Weihnachtslektüre suchen, können in der Bibliothek vorbeischauen und eines der neuen Bücher ausleihen. Hier eine kleine Auswahl, der Bücher die bisher geöffnet worden sind:

 

 

1. Woche:

   

2. Woche:

Alle Neuankäufe können unter dem Menüpunkt "Neue Medien (verlinkt)" abgerufen werden.

 

Medientisch zum Thema "Klimawandel" in der Bibliothek

Am 4. Dezember wird Klimaexperte Marc Zebisch an unserer Schule zu Gast sein und für alle 2. Klassen zum Thema "Die Auswirkungen des Klimawandels in Südtirol" referieren. Zu  diesem Anlass gibt es im Dezember in der Bibliothek im Hauptsitz und dann im Jänner in der Bibliothek im Aussensitz einen Medientisch mit Medien der EURAC sowie Büchern unserer Schulbibliothek zum Thema "Klimawandel". hier eine kleine Auswahl der Bücher:

 

          

 

 

Buchvorstellungen zum Tag der Bibliothekn

Am 24. Oktober ist Tag der Bibliotheken. Aus diesem Anlass haben einzelne SchülerInnen der Klassen 2B-WS von Prof. Ulrike Wodenegg im Hauptsitz sowie der 2A-WM von Prof. Gerda Andres SchülerInnen der 1B-WM von Prof. Christian Pernter und der 1A-WM von Prof. Manuel Raffin, lesenswerte Bücher vorgestellt.

Die Aktion ist bei den SchülerInnen und Lehrpersonen sehr gut angekommen und so werden die jeweiligen Klassen im 2. Semester den anderen Klassen ihre Lieblingsbücher vorstellen.

 

 

 

 

 

And the Winners Are.......

Wie jedes Jahr wurden auch heuer bei der Frankfurter Buchmesse die Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises bekanntgegeben. In der Kategorie Jugendbuch hat Steven Herrick mit "Ich weiss heute nacht werde ich träumen" gewonnen. Die Jugendjury hingegen hat "Kompass ohne Norden" von Neil und Brendan Shusterman" als bestes Jugendbuch 2019 ausgewählt. Die Kategorie Sachbuch wurde von Anja Räumschüssel mit "Extremismus" gewonnen.

 

 

Mit Spannung erwarteten die Schülerinnen und Schüler der WFO Heinrich Kunter den Jugendbuchautor Christian Linker (im Bild). Auf Einladung des Amtes für Bibliotheken las der bekannte und preisgekrönte Autor (geboren 1975 in Leverkusen) kürzlich in der Bibliothek des Hauptsitzes. Eingefunden hatten sich ausgewählte Schüler der ersten und zweiten Klassen.

Linkers erstes Buch „RaumZeit“ spielt im Jugendknast, sein wichtigstes Buch ist für den Autor „Der Schuss“, sein kontroversester Jugendroman ist „Dschihad Calling“. Der Erfolgsautor stand lange auf der „Liste der Besten 7“.

Christian Linker überließ den Schülern die Auswahl für die Lesung: Ihr Favorit: „RaumZeit“. „Tim sitzt im Knast: zwanzig Monate Jugendstrafe. Statt Partys, Freunden, Mädchen: Misstrauen, Einsamkeit, Monotonie, dazu der tägliche Kampf, sich unter den Mitgefangenen durchzusetzen und nicht in gewaltsame Auseinandersetzungen zu geraten“.

Aufmerksam hörten die Schüler zu, und sie hatten dann Gelegenheit Fragen zu stellen. Denn der Autor sagt: „Eine Autorenlesung ist, wenn der Autor liest und andere zuhören? Nee, falsch. Das nennt man Hörbuch. Autorenlesung hingegen ist, wenn der Autor was vorliest und wir alle gemeinsam darüber diskutieren…“.

So wollten die Schüler am Ende. wissen, welchen Beruf er wohl ergriffen hätte, wenn er nicht Autor geworden wäre. Doch Christian Linker sagte: Ich kann nur schreiben. Sein Lieblingsort zum Schreiben? Diesen gebe es nicht. Und die Idee für das Buch RaumZeit? Christian Linker hat ein Praktikum in einem Gefängnis absolviert.

 

 

 

 

 

 

 

Hier die Homepage des Autors

 

 

Warum kommen Flüchtlinge zu uns? Was erleiden junge Menschen, bevor sie ihre Heimat verlassen? Auf diese Fragen ging der junge Afghane Alidad Shiri in der ergreifenden Schilderung seiner über 4-jährigen Flucht aus seinem Heimatland ein. Im Rahmen des FÜL-Unterrichts erzählte er kürzlich in der Bibliothek den Schülerinnen und Schülern der Klasse 1 B-WS von seiner qualvollen und mitunter lebensgefährlichen Flucht von Afghanistan nach Südtirol.


Alidad Shiri wuchs wohlbehütet in einer wohlhabenden Familie in Ghazni, einer Stadt in Afghanistan, auf, bis er innerhalb weniger Monate seinen Vater, seine Mutter, seine Oma und seine Schwester durch Anschläge der Taliban verlor. Daraufhin floh er im Jahre 2000 nach Pakistan, wo er sich ca. zwei Jahre aufhielt. Da er dort keine Zukunftsperspektiven sah, machte er sich auf den Weg nach Europa.

Nach einem entbehrungsreichen, gefährlichen Marsch (Hunger, Kälte, Läuse...) durch den Iran und die Türkei gelangte Alidad Shiri schließlich mit einem Schlauchboot nach Griechenland. Hier band sich der inzwischen 13-Jährige unter einem Tankwagen fest, der auf einem Schiff nach Italien übersetzte. Mit letzter Kraft schaffte es Alidad durchzuhalten, bis der LKW endlich an einer Raststätte in der Nähe von Brixen anhielt...

Alidad Shiri, der seit 2005 in Südtirol lebt, wurde von einer Rittner Familie adoptiert und schreibt heute u.a. für den Alto Adige. Daneben verfasste der junge Afghane mehrere Bücher, und zwar „Via dalla pazza guerra“und „Anche Superman era un rifugiato“.

Zur Vertiefung des Themas Flucht (aus Afghanistan) liest die Klasse den Roman „Drachenläufer“ des afghanischen Autors Hosseini. In dieser berührenden und poetischen Geschichte wird den Schülerinnen und Schülern am Beispiel eines weiteren Einzelschicksals die Problematik nähergebracht. Dies fördert das Verständnis füreinander und dadurch das Einfühlungsvermögen.

Begleitet wurde Alidad Shiri von Carlotta Sami, der Beauftragten des UNHCR Südeuropas. Sie ergänzte dessen Lebensgeschichte mit einigen wichtigen Informationen:
• 2019 sind weltweit ca. 71.000.000 Menschen auf der Flucht, von denen 86% nicht nach Europa kommen, sondern sich in den jeweiligen Nachbarstaaten aufhalten.
• 44.400 Menschen flüchten täglich aus ihrer Heimat.
• Die meisten Flüchtlinge aus dem Mittleren und Nahen Osten hat die Türkei aufgenommen (ca.3.000.000), gefolgt von Deutschland (1.000.000 im Jahr 2015).
• Italien rangiert in Europa erst auf dem 6. Platz mit ca. 300.000 Flüchtlingen, davon erhielten 189.000 Asyl; das entspricht bei insgesamt 60,6Mio Einwohnern 0,5% der Bevölkerung.
Die 5 Top-Herkunftsländer sind: Pakistan, Nigeria, Bangladesch, Senegal und Ukraine.
• Zurzeit leben ca. 980 Flüchtlinge in Südtirol.
Frau Sami erklärte auch kurz den Unterschied zwischen Flüchtling und Migrant und betonte, dass nur jenen Flüchtlingen Asyl gewährt werde, die in ihrer Heimat in Lebensgefahr seien (aus politischen, religiösen, ethnischen Gründen).

Helene Zelger